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In Deutschland erkrankt laut einer Gesundheitsstudie jeder 3. Erwachsene im Laufe seines Lebens an einer psychischen Störung. Psychische Störungen bei Jugendlichen bedingt z.B. durch Alkohol wuchsen von 2003 auf 2006 um 35%.

Betrachtet man parallel dazu den sprunghaften Anstieg von sog. sozialen Netzwerken und Freundeskreisen im Internet so fällt auf, das diese soziale Komponente im Internet bislang wenig dazu genutzt wird, sowohl von Betroffenen als auch von Therapieanbietern, Information und Kommunikationsmöglichkeiten gezielt zu einer Lösung des Problems anzubieten. 

Wie zeitgemäß sind Verhaltenstherapien?
Wendet man sich an Organisationen, die sich mit den Sorgen, Problemen und sozialen Störungen von Menschen befassen, so erfährt man über kurz oder lang professionelle Hilfe in einem persönlichen Kontakt zu einem Therapeuten und/oder in einer Gruppentherapie.

Zitat:
Einmal in der Woche habe ich 60 Minuten Zeit für ein Gruppengespräch, alle 14 Tage spreche ich 45 Minuten mit meinem Therapeuten. Meine Probleme habe ich aber ständig?!
Eine therapeutische Sitzung ist zeitlich begrenzt. Gespräche in einer therapeutischen Gruppe haben ebenso ihre festen Lokalitäten und Termine.

Wäre es nicht hilfreich, die Orts-und Zeit ungebundenen Kommunikationsmöglichkeiten des Internets zu nutzen, um die therapeutischen Kontakte auszuweiten, Probleme z.B. in einem chat dann anzusprechen, wenn Sie akut sind und das von dem Ort aus, wo sie grade auftreten?

Es ist also an der Zeit, die wichtigsten sog. sozialen Funktionen moderner Kommunikations- und Informationsformen, die sog. Web2.0 Applikationen, gezielt in einer Therapie einzusetzen.